(c) Deutscher Hörbuchpreis

9. März 2017
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Deutscher Hörbuchpreis 2017: Die Verleihung

Dienstag war es endlich so weit: Der Deutsche Hörbuchpreis 2017 wurde in Köln verliehen. Zusammen mit einer Gruppe aus Bloggern, Instagrammern und Twitterern war ich wieder dabei. Da es bereits das zweite Mal war, wussten wir natürlich schon, wie alles abläuft. Spannend war es trotzdem.

Im strömenden Regen machte ich mich mit meiner kleinen „Reisegruppe Ruhrgebiet“ auf den Weg nach Köln, wo wir auch gutgelaunt ankamen und kurzfristig sogar der Regen aufhörte.

Hallo Köln! Hallo #dhp2017!!

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Wir hatten noch ein wenig Zeit für den obligatorischen Besuch im örtlichen Spielwarenhandel und dann war es endlich spät genug für den Einlass.

Fototermin mit „Geheimnis“

Dieses Mal startete unser Programm etwas früher, da wir auch am Verlegerempfang und Fototermin teilnehmen durften. Weiterlesen →

Bild: Frank Witzel

6. März 2017
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Vom preistgekrönten Roman zum ausgezeichneten Hörspiel

Der Titel „Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969“ ist ja schon mal ein Knaller. Ist das Hörspiel so wie gut wie sein Name und hat es den Deutschen Hörbuchpreis als bestes Hörspiel verdient?

Nicht nur der Titel, sondern auch das Hörspiel an sich ist eine kleine Herausforderung. Die Geschichte wird nämlich aus zwei Perspektiven erzählt, von einem Jugendlichen ohne Namen und der gleichen Person über 40 Jahre später. Zusätzlich stellt sich dann heraus, dass wir diesen Erzählern nicht vertrauen können. Der Ältere weist mehrmals auf sein Problem der Unterscheidung von Erinnerung, Gegenwart und Vorstellung hin, außerdem sind der Aufenthalt im Sanatorium und Gespräche mit einem Psychologen ein Thema.

Geschichten erzählen

Immer wieder wird klar, dass der Junge phantasiert und sich offenbar sein Leben gerade bunter ausmalt, als es wirklich ist. Manchmal wird im Nachhinein klar, dass man gerade einen Rückblick gehört hat oder eben eine, ich unterstelle ihm das mal, Wahnvorstellung. Aber man kann sich eben nie sicher sein, was wahr ist (oder einfach nur für ihn gerade wahr ist) und wird oft in der Schwebe gelassen, angefixt von Andeutungen. Vieles wird besonders ausgeschmückt, ist dann aber so erfunden wie die Sünden im Beichtstuhl. Zusätzlich sagt der Ältere auch, dass sein Wahnsinn nur ausgedacht sei. Klingt kompliziert? Ist es tatsächlich auch ein bisschen, es ist aber eben auch ein tolles Spiel. Weiterlesen →

Manhattan Transfer

2. März 2017
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Das Großprojekt unter den Preisträgern: „Manhattan Transfer“

Im Gegensatz zu „Ach, diese Lücke…“ war mir der Roman „Manhattan Transfer“ auch schon vor der Auszeichnung Hörbuch des Jahres 2016 der hr2-Hörbuchbestenliste durchaus ein Begriff, genau wie der Autor John Dos Passos. Allerdings kannte ich keinen seiner Texte, vom im selben Jahr geborenen F. Scott Fitzgerald (z.B. „Früher Erfolg“ oder „Zärtlich ist die Nacht“) dafür umso mehr.

Das pralle Leben: New York 1896-1924

Die Hüllen der CDs geben den zeitlichen Rahmen bereits preis. Der Roman, und damit auch das Hörbuch, lässt sich nämlich in drei Teile gliedern. Er spielt 1896-1905, 1913-1916 und 1918-1924. Es geht also um eine geschichtlich, politisch, wirtschaftlich und kulturell interessante Zeit. Beim Angebot einer Zeitreise würde ich diese Periode auf jeden Fall in die engere Wahl nehmen.

Dass die Geschichte von „Manhattan Transfer“ vor über 100 Jahren spielt, konnte ich beim Hören aber oft vergessen. Gut, es mag heute weniger (aber nicht überall kein) Problem sein, Damen- oder Herrenbesuch mit auf das Zimmer zu nehmen, aber sind unsere Probleme heute so anders als die der Figuren? Sie lieben sich, sie streiten sich, sie wollen groß heraus kommen, sich emanzipieren, Geld verdienen, sozial aufsteigen, sich selbst verwirklichen und das alles vor der Kulisse der Großstadt New York. Weiterlesen →

1. März 2017
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Beste Unterhaltung: „Ach, diese Lücke … “ von Joachim Meyerhoff

Dieses Jahr habe ich mir vorgenommen, möglichst viele der Hörbücher, die mit dem Deutschen Hörbuchpreis 2017 ausgezeichnet werden, zu hören. Per Zufall war das erste Hörbuch der Preisträger in der Kategorie Bestes Hörbuch „Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“ von Joachim Meyerhoff.
Bevor ich seinen Namen in der Liste der Preisträger sah, hatte ich von Joachim Meyerhoff noch nie etwas gehört oder gesehen. Zumindest konnte ich mich nicht erinnern.* Der Titel seines Buches sagte mir nichts. Alles was ich vor dem Einschalten wusste, hatte ich von der Hülle des Hörspiels erfahren: 
„Mit zwanzig Jahren wurde ich zu meiner großen Überraschung in München auf einer Schauspielschule angenommen und zog, da ich kein Zimmer fand, bei meinen Großeltern ein. Diese beiden Welten hätten nicht unterschiedlicher sein können. Davon will ich erzählen: von meinen über alles geliebten Großeltern, gemeinsam gefangen in ihrem wunderschönen Haus, und davon, wie es ist, wenn einem gesagt wird: ‚Du musst lernen, mit den Brustwarzen zu lächeln.‘“
Joachim Meyerhoff verbindet auf grandiose Weise Komik und Tragik miteinander. Im dritten Teil der Romanreihe „Alle Toten fliegen hoch“ nimmt sein Held sich und seine Umwelt immer genauer wahr und erkennt überall Risse, Sprünge, Lücken.
Hier versprach mir ein Zitat aus der Rezension von Deutschlandradio Kultur, dass die fast 12 Stunden „Hochgradig amüsant und mit bewegendem Tiefgang.“ werden. Also so, wie ich das in der Kategorie Beste Unterhaltung erwarte.

Live gelesen und dann auch noch vom Autor selbst?

Ich war sehr skeptisch, denn Live-Lesungen und Lesungen von Autoren gehören nicht gerade zu meinen Favoriten.

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(c) Deutscher Hörbuchpreis

23. Februar 2017
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Der Deutsche Hörbuchpreis 2017 im Überblick

Das Jahr 2017 ist schon ein paar Wochen alt und damit wird es höchste Zeit, die Bestleistungen des letzten Jahres zu prämieren. Der Deutsche Hörbuchpreis hat seine Gewinner bekannt gegeben und ich habe direkt zugesehen, dass ich die entsprechenden Hörbücher und -spiele auftreibe. Schließlich will ich informiert sein, wenn ich am 7. März in Köln sitze und wieder live von der Gala zur Preisverleihung berichten darf.

2016 war ich mit einigen Bloggern, Instagrammern, Twitterern…kurz Internetmenschen dabei und es war ein toller Abend, wie ihr hier nachlesen könnt.
In den nächsten Wochen werde ich fleißig hören und Rezensionen zu einigen, vielen, vielleicht allen Preisträgern schreiben. Nach der Veranstaltung gibt es natürlich auch wieder einen Rückblick. Jetzt aber zunächst mal ein Überblick, was das Ganze soll und wer im März ausgezeichnet wird.

Der Preis

Der Deutsche Hörbuchpreis wird vom gleichnamigen Verein gestiftet. Der WDR und die WDR mediagroup haben den Preis 2003 zum ersten Mal verliehen und die Gala eröffnet auch heute noch die lit.COLOGNE. Alle drei genannten sind institutionelle Mitglieder im Verein, so wie auch der Börsenverein des Deutschen Buchhandels, der Hessische und der Norddeutsche Rundfunk und das Studio Hamburg. Gemeinsam, so kann man es auf der Webseite nachlesen, haben sie sich vorgenommen, „einerseits die Vielfalt des aktuellen Hörbuchmarktes abzubilden, andererseits durch die Auszeichnung von Produktionen einen Qualitätsstandard zu sichern.“

Es gibt sechs Kategorien, über die eine Jury entscheidet, außerdem wird das Hörbuch des Jahres der hr2-Hörbuchbestenliste sowie der Publikumspreis HörKules verliehen. Weiterlesen →