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Gerd Schilddorfer: Heiß auf mehr

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Nach der Zufallsentdeckung des Romans Falsch, fieberte ich Heiß von Gerd Schilddorfer entgegen. Meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht und es ist kein Wunder, dass hierzu die beitragsmäßig größte Runde bei Lovelybooks entstand. Vor lauter Diskussionen dort hatte ich hier ganz die Rezension vergessen.

Sobald ich das Buch in die Hände bekam, musste ich anfangen. Bei dem furiosen Start musste ich mich selber etwas stoppen, denn aus Erfahrung wusste ich: Kleine Details können später noch eine große Wirkung haben! Es half also nichts, trotz Spannung musste ich mich etwas stoppen.

Die perfekte Mischung

Die ersten Rätsel waren schon gestellt, als es zu einem ‚Wiedersehen‘ mit dem Piloten John Finch aus dem Vorgänger Falsch kam. Aber hier wird es aber immer mysteriöser und Schilddorfer schafft es wieder, eine Mischung aus James Bond und Indiana Jones zu servieren, die trotzdem etwas ganz Eigenes ist. Mit einem eigentlich schon unmöglichen Flugauftrag geht es eigentlich erst los. Wie gut, dass Finch überall auf der Welt Leute kennt.

Wenige Tote, aber sonst viel los

Drei Tote (ein alter Künstler im Hindukusch, eine junge Archäologin aus Alexandria und ein Berliner Nachtwächter) werfen viele Fragen auf und das Netz, das auch zu Lawrence von Arabien und Alexander dem Großen führt, ist groß. Als Leser muss man hier gut aufpassen: es gibt viele Charaktere und Handlungsorte, Zeitsprünge – aber immerhin keine Zeitreisen. Die verursachen bei mir nämlich schon mal Janeway-mäßige Kopfschmerzen.

Heiß? Ja, definitiv!

Stattdessen ist der Roman aber wieder ein pures Lesevergnügen. Gerd Schilddorfer hat es geschafft, hervorragende Unterhaltung zu schreiben. Einfach konsumierbar, aber deswegen auf keinen Fall simpel gestrickt. Heiß hat mich voll mitgenommen, denn es gibt nicht viele Bücher bei denen ich beim Lesen Laute wie ‚ha‘ ‚ach‘ und ähnliches von mir gebe…Ich brauche mehr davon! Deswegen will ich hier auch nicht mehr Worte verlieren, ich muss herausfinden, wann es mit der Geschichte weitergeht!

Heiß von Gerd Schilddorfer ist 2013 bei Hoffmann und Campe erschienen und kostet 19,99 €.

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