irrewirre

6. September 2012
von irrewirre
Keine Kommentare

Nicht nur das schönste, sondern auch ein richtig gutes Buch: Der Hals der Giraffe von Judith Schalansky

Ich weiß ja nicht, wie das bei euch ist, aber wenn ich nach einem Abitreffen zu später Stunde nach Hause komme, dann noch schnell ein paar Seiten lesen will und daraus direkt 50 werden, spricht das für das Buch. Ich hatte das Buch geschenkt bekommen und es war ein Volltreffer.
Als erstes fällt natürlich die äußere Gestaltung auf. Ein leinengebundenes Buch. Was für eine Wohltat. Ich habe nicht nachgemessen und vielleicht liegt es an der abgedruckten Giraffe, aber es scheint, als wäre das Buch schmaler und höher als das übliche Format. Die Farbe ist schwer zu beschreiben. Gibt es die Farbe grau-sand? Mich erinnert sie auf jeden Fall an mein Lexikon aus den Zwanziger Jahren, das ganz ähnlich aussieht. Wer sich selber einen Eindruck verschaffen möchte, sehe sich den Hintergrund der dazugehörigen Webseite an. Die Schrift ist schwarz und ganz leicht eingeprägt. Das Bild der Giraffe ist hingegen ganz oberflächlich. Es wäre vielleicht auch ein bisschen gruselig, wenn man die Knochen des Tieres spüren könnte. Ganz unpassend wäre es aber nicht.
Auf der Rückseite ist eine Inhaltsangabe (1 Satz!) abgedruckt, dazu ein Zitat (3 Sätze). Dieser wenige Text ist beeindruckender als die übliche Lobhudelei. Im Klappentext Bingo von Kiepenheuer und Witsch findet man ‚schöne‘ Beispiele dafür. Aber mit der äußeren Gestaltung ist ja noch nicht alles gewonnen. Innen geht es so weiter!
Ich muss zugeben, dass ich ein paar Seiten gebraucht habe, bis ich bemerkt habe, dass nicht nur auf der linken Seite jeweils der Titel des Abschnitts steht (es gibt 3: Naturhaushalte, Vererbungsvorgänge, Entwicklungslehre, die jeweils an einem Tag spielen), sondern auch auf der rechten Seite jeweils ein zum Text passendes Stichwort. Das liest sich wie das Inhaltsverzeichnis eines Biologiebuches. Ein paar Beispiele: Parasitismus, Keimdrüsenreifung, Anthropogenese, Sexualdiphormismus, Artensterben, Mendel’sche Gesetze, Domestikation… In unregelmäßigen Abstand wird der Text von wunderschönen schlichten Zeichnungen von Tieren und Zeichnungen unterbrochen, natürlich wieder passend zum Inhalt.
Hatte ich schon erwähnt, dass die Hauptperson aus deren Sicht die Geschichte erzählt wird, Biologielehrerin ist? Oft hatte ich eine Vorstellung davon, was diese Begriffe bedeuten (3 Jahre Bio-LK haben sich also doch mal gelohnt!), auf der jeweiligen Doppelseite werden sie mit Leben gefüllt. Dass es sich sehr oft um Begriffe aus der Tierwelt handelt, die hier vor allem auf die Schüler angewendet werden, macht die Sicht von Inge Lohmark auf die Welt deutlich. Sie weiß, dass ihre jetzige 9. Klasse die letzte an der Schule ist, die nach dem Abitur dieser Schüler geschlossen werden wird. Ihre Kleinstadt in Vorpommern stirbt langsam aus. Eine andere Schulform als das Gymnasium kommt für sie als Arbeitsplatz nicht in Frage. Schon ihre jetzige Klasse kann ihren Ansprüchen kaum genügen. Die einzige zu der Lohmark weniger streng und fast freundlich ist, ist die Schülerin Erika. Zu ihr entwickelt die Lehrerin eine seltsame Zuneigung, bei der man nicht daran denken möchte, wie sie enden könnte. Trotzdem hilft sie Erika nicht, die von der Klasse gemobbt wird. Dadurch wird die Situation natürlich nicht entspannter.
So sicher wie sie als Lehrerin ihren Frontalunterricht durchzieht, ist sie seelisch verkrüppelt. In ihrem Leben ist vieles anders gelaufen, als sie es sich gewünscht hat. Mit ihrem Mann verbindet sie nicht viel mehr als die Tatsache, dass er im gleichen Haus wohnt. Ihre Tochter wohnt schon seit Jahren in den USA und hat kaum Kontakt mit ihr. Sie ist gefangen in ihren von der Biologie geprägten Denkmustern. Sie bewertet alles nach den Grundsätzen des Darwinismus. Eine Entwicklung ist hier nicht zu erwarten, das kann auch der Untertitel ‚Bildungsroman‘ nicht vortäuschen. Schließlich war früher für sie ja auch einiges besser, damals in der DDR. Da wurde sie wenigstens einmal im Jahr am Tag des Lehrers gefeiert.
Es ist ein aufwühlendes Buch, das mich total in seinen Bann gezogen hat. Diese klare Sprache für diese gebrochene Figur. Ich kann ihr Verhalten nicht nachvollziehen oder gutheißen, wirkliches Mitgefühl wird für sie aber auch nicht geweckt. Das Umfeld ist realistisch gezeichnet, die Landflucht im Osten ist keine Dystopie. Für Frau Lohmark gibt es hoffentlich kein reales Vorbild. Aber wundert euch nicht, wenn ihr nach der Lektüre ganz anders über eure Biologielehrer denkt.

In einem Monat sendet SWR 2 das Hörspiel zum Roman: 03.10.2012 18:20 Uhr, Ursendung. Bearbeitung und Regie: Beate Andres.

Judith Schalansky: Der Hals der Giraffe. Suhrkamp Verlag, 224 Seiten,  21,90 € .

6. September 2012
von irrewirre
4 Kommentare

Schützt mich vor Schutzumschlägen!

Ein völlig subjektives und nicht ganz ernst gemeintes Plädoyer gegen den Schutzumschlag

Die Stiftung Buchkunst hat den Titel „Das schönste deutsche Buch“ an Judith Schalanskys „Der Hals der Giraffe“ (Suhrkamp) vergeben. In der Begründung der Jury wird darauf hingewiesen, dass das Buch keinen Schutzumschlag hat.
Ich habe nie verstanden, was ein Schutzumschlag soll. Ja, das Buch schützen natürlich, aber vor was oder wem? Wenn ich mir ein Buch mit Schutzumschlag zu meiner Lektüre erwählt habe, lege ich als erstes den Schutzumschlag zur Seite, denn ich finde ihn einfach nur unpraktisch. Sobald ich das Buch aufgeschlagen habe, ist er mir im Weg. Manchmal kommt beim Auspacken eine kleine Überraschung ans Tageslicht, oft nicht. Auf Pappumschläge in undefinierbaren Farben kann ich gut verzichten. Bei den Büchern aus dem Diogenes Verlag bin ich zwiegespalten: Ich mag das Corporate Design wirklich (und dank diesem finde ich die Bücher im Regal besonders schnell), aber mit dem Schutzumschlag werden wunderschöne Leinenumschläge versteckt. Ganz schlicht einfarbig, bis auf das Feld mit der Angabe des Titels und des Autors, das schwarz hinterlegt ist. Ich würde mir die Bücher auch so ‚nackt‘ ins Regal stellen, wo sich einige ältere Schätzchen in ihrem Leinengewand zeigen und sich dafür nicht schämen müssen. Aber zurück zu meinen neuen Büchern mit Schutzumschlägen. Während ich so ein Buch lese, achte ich darauf, dass der Umschlag bloß nicht verknickt. Ich schütze ihn. Wenn ich das Buch gelesen habe, kommt der Schutzumschlag wieder an seinen Platz und das Buch ins Regal. Ich bringe es dann doch nicht übers Herz, ihn wegzuwerfen. Außerdem ist ja dort einiges an Informationen aufgedruckt. Aber wovor mein Buch im Regal geschützt werden muss, bleibt mir ein Rätsel. Der einzige Feind meiner abgestellten Bücher im Regal ist der Staub und der legt sich von oben auf die Seiten, also dort, wo der Schutzumschlag eben nicht ist. Wenn ich das Buch ein paar Mal hin- und herbewegt habt, bekommt der Schutzumschlag Macken, während das Buch meist noch tadellos sind.
Liebe Verlage, lasse euch etwas einfallen, wie ihr mich ohne Schutzumschlag für ein Buch begeistert. Der Suhrkamp Verlag hat’s vorgemacht und hoffentlich nicht bereut. Mehr davon!
Wenn ich Wikipedia glauben darf, sind übrigens die Engländer an diesem Irrglauben schuld. Vielleicht haben sie die Schutzumschläge eingeführt, um ihre Pommes nicht immer aus dreckigen Zeitungen essen zu müssen.
Ich frage mich jetzt, ob die Dissertation „Der Buchumschlag als Gegenstand kommunikationswissenschaftlicher Untersuchungen“ (Quelle 11 in dem verlinkten Wikipedia-Artikel) einen Schutzumschlag verpasst bekommen hat.

PS:
Es gibt, abgesehen vom Fehlen eines Schutzumschlages, noch viele andere Gründe „Der Hals der Giraffe“ zu lesen, die ich noch nachliefere.

30. August 2012
von irrewirre
Keine Kommentare

Summer of Arcade (XBOX) – Rückblick

Die Aktion lief bis zum 15. August 2012 und damit ist es wohl Zeit für ein Fazit. Der Summer of Arcade ist noch im Dashboard zu finden oder online auf der Summer of Arcade Seite von XBOX. Während der Aktion wurden 5 Arcadespiele präsentiert, die ich alle angespielt habe.

Das Angebot ‚Kauf 3 Spiele und bekomme 400 Microsoft Points‘ ist am 22. August abgelaufen. Außerdem gab es während der Aktionszeit jede Woche eine kostenlose Rennstrecke für Trials Evolution, ein Arcade Rennspiel. Scheinbar noch erhältlich ist das exklusive Minecraft Skin Pack. Trials Evolution und Minecraft lasse ich hier außen vor.

Dust: An Elysian Tail

Tauch ein in eine prächtige handgemalte Welt, um deine wahre Identität zu finden. Führe als mysteriöser Krieger Dust die alte Klinge von Ahrah. Vernichte mit einem Schlag Dutzende von Feinden. Nutze dafür das intuitive Kampfsystem. Nimm in der riesigen offenen Welt verschiedene Missionen an und finde mächtige Upgrades. Entdecke die Geschichte eines alten Volkes kurz vor der Ausrottung. Kämpfe um deine Identität.
Quelle

Die Kommentare zu Tail/Tale erspare ich mir mal und komme direkt auf das Spiel zu sprechen. Ich spiele Dust, eine Figur mit einem Schwanz und einem interessanten Hut, die offenbar ihre Erinnerung verloren hat. Den Namen erfährt sie von einem sprechenden Schwert. Ja, genau. Zur Seite gestellt wird mir ein Wesen (eine Art Katze mit Flügeln) namens Fidget, das mich daran erinnert, dass ich mal wieder Thundercats gucken muss. Gemeinsam haben die beiden ein paar Kombos drauf, die ihre Monstergegner alt aussehen lassen. Meine Aufgabe ist es durch eine Welt in Mangaoptik zu laufen, zu springen und zu kämpfen. Das könnte ganz nett sein, aber ich mag die Optik einfach nicht und habe daher die Demo abgebrochen. Es gibt genug andere Spiele mit diesem Prinzip, die mich grafisch begeistern.
Im Gegensatz zu der Webseite von Humble Hearts ist das Spiel aber sogar für mich ein Augenschmaus.

Hybrid

Erfordert zum Spielen Gold-Mitgliedschaft und Internetverbindung. Hybrid ist ein Multiplayer-Third-Person-Shooter, in dem zwei Fraktionen auf einer persistenten Karte um die Weltherrschaft kämpfen. Du spielst einen Soldaten, der für die Paladine oder die Mutanten kämpft, die um die Kontrolle über den mächtigsten Rohstoff der Erde ringen – die dunkle Materie. Deine Siege auf dem Schlachtfeld wirken sich auf den Verlauf des gesamten Krieges aus!
Quelle

Ein Spiel, das eine Goldmitgliedschaft benötigt, macht mich ja gleich skeptisch. Zum Testen muss ich erstmal den Account wechseln, da ich selber gerade keine Goldmitgliedschaft habe. Ich werde zunächst aufgefordert meine Faktion (?) zu wahlen. Empfohlen wird mir Variants, alternativ könnte ich die Paladins nehmen. Da mir bei Variants als Bonus der Start auf Rang 5 versprochen wird, fällt mir die Wahl leicht. Ich höre jetzt eine Stimme, ich würde mal sagen: Klischee amerikanischer Drill Instructor. Ich bin, ja, was bin ich eigentlich? Eine Kampfmaschine? Eine Art Iron Man? Auf jeden Fall mehr Maschine als Mensch. Mein Instructor möchte, dass ich nach oben sehe. Juhu, das kann ich. Mir wird erklärt, wie ich wild drauf losballere. Ich habe anscheind nicht richtig aufgepasst und keine Ahnung wo der versprochene Feind sein soll. Ich verballere meine ganze Munition in den Himmel und nichts passiert. Laufen kann ich offensichtlich auch nicht, der Feind, wo auch immer er sein mag, greift mich aber auch nicht an. Das war ja ein gelungenes Training. Ich verlasse das Level und erfahre, dass die Versuchsversion mir 1 Stunde Online-Kampf ermöglicht. Mir wird erklärt, dass wir im Krieg sind und die USA unser Kampfgebiet, das mit verschiedenen Zahlen gekennzeichnet sind. Okay, es reizt mich gerade nichts an dem Spiel.
Weil es mich ja doch ein wenig interessiert hat, habe ich mir ein Video vom Demospiel angesehen und herausgefunden, dass der von mir vermisste Feind schräg vor mir stand. D’oh. Jetzt habe ich die Demo doch schon gelöscht…

Deadlight

Die Welt ist untergegangen. Es gibt keine Hoffnung mehr, keinen Neuanfang. Nur die Überlebenden. DEADLIGHT beschreibt die Reise von Randall Wayne, einem Mann, der nach einer Katastrophe in den 1980er-Jahren, die das Leben auf der Erde dezimiert hat, in ganz Seattle seine Familie sucht. In diesem grafisch packenden kinoartigen Überlebens-Plattformspiel musst du rennen, springen, klettern und um dein Überleben kämpfen, während du nach Antworten und denjenigen suchst, die du liebst.

Quelle

Bevor ich in das Spiel selber einsteige, entdecke ich im Menü Randalls Tagebuch. Ich lese ein paar der 92 Seiten und beschließe dann, dass es sicherlich auch ohne geht und dass alles sich im Spiel erklären wird. In einer Cutscene erfahre ich, worum es geht (siehe Zitat oben). Randall erschießt Karla, weil sie sich von der Gruppe getrennt hatte und nach einem Biss zur Gefahr für den Rest wurde. Leider hat der Schuss auch die Zombies angelockt. Es ist an der Zeit sich ein neues Versteck zu suchen. Randall geht alleine los, um seine Familie zu suchen. Das Gelaufe und Gespringe kann also losgehen. Mir gefällt die Optik sehr und mir macht es Spaß durch diese zerstörte Welt zu laufen. Ich finde Ausweise von fremden Menschen, wer weiß wofür die später noch gut sein werden. In unregelmäßigen Abständen stehen Verbandkästen bereit, schließlich hat der eine oder andere Zombie es auf mich abgesehen. Mit einer Axt kann ich Schlösser und Zombieknochen kaputt hacken und mir den Weg frei machen. Wenn Zahnräder erscheinen, kann ich Gegenstände bewegen, zum Beispiel eine Kette um einen Wassertank oder ähnliches auf Zombies fallen zu lassen oder ein Rad bewegen um Wasser abfließen zu lassen. Randy kann mit seiner schweren Ausrüstung nämlich nicht schwimmen und nur durch flaches Wasser gehen.
Ich hatte Spaß an der Demo und ich hoffe, dass die Verwendung der Zahnräder in der Vollversion noch zu Rätseln wird. Vielleicht ist es dann eine gelungene Mischung aus Fallout und Limbo. Der Preis von 1200 Microsoft Points ist dann sicher gerechtfertigt. Ich setze es mal auf die „Irgendwann kaufen“-Liste.

Wreckateer

Unterstützt Avatar FameStar! Wreckateer verwendet Kinect, damit du mit der gewaltigen Ballista Schlösser zerstören kannst. Setze mit der Hilfe von Wreck und Tinker 6 magische Projektile ein, um durch das Land zu reisen und 60 Schlösser zu zerstören.
Quelle

Mit diesem Spiel für Kinect schicken Microsoft und die Iron Galaxy Studios mich ins Mittelalter. Na gut, etwas das wie eine Mittelalter-Märchenwelt aussieht. In dieser heuere ich bei der Wreck & Tinker Destruction Company an und lerne, wie man Burgen mit Wurfgeschossen zerstört. Angelernt werde ich von Wreck und Tinker (dem Akzent nach wohl Schotten), die mir erklären, wie ich die Ballista benutze. In der Demo spielt man drei verschiedene Level. Im ersten lernt man mit einer Ballista umzugehen. Ich habe die Aufgabe den Prototypen eines Geschosses zu testen. Gesteuert wird mit den ausgebreiteten Armen. Das funktioniert gut und dementsprechend verwandele ich die Burg in eine Ruine. Im nächsten Level werden Kugeln abgefeuert, die ich mit den geliehenen magischen Handschuhen steuern kann. Ich streiche mit einer Hand über die Kugel in die gewünschte Richtung, um sie zu lenken und bin einigermaßen erfolgreich. Aber das beste ist der manuelle Betrieb der Ballista. Ich greife nach vorne und trete dann nach hinten, um für die nötige Spannung zu sorgen. Ich steuere mein Ziel an und lasse dann los. Die Kugel kann ich dann wie eben beschrieben lenken. Das macht wirklich Spaß und die ersten Medaillen habe ich mir auch verdient. Auf den Burgen sitzen übrigens Goblins, die sicher in der Vollversion eine Rolle spielen. Es ist total einfach zu bedienen und ein tolles Casual Game. Ich habe etwas über für solche Spiele und kann mir sehr gut vorstellen, wie viel Spaß Kinder damit haben. Darf man ein Spiel, das ab 6 Jahren freigegeben ist, auch als Erwachsener kaufen? 😉

Tony Hawk’s Pro Skater HD

Tony Hawk’s Pro Skater HD ist ein herunterladbarer Titel für Xbox LIVE Arcade, bei dem die besten Features der klassischen THPS-Spiele in einem völlig neuen Skateboard-Spielerlebnis kombiniert wurden. Wie in guten alten Zeiten gilt es nun wieder mit dem Controller kranke Tricks aneinanderzureihen, um maximale Punkte abzuräumen. Die tolle Grafik und die beste Steuerung, die es je in einem Tony Hawk-Spiel gegeben hat, lassen diesen zeitlosen Klassiker in neuem Glanz erstrahlen. Das Spiel wurde von Robomodo mit Neversofts Original-Spielcode überarbeitet und enthält die 7 besten Level aus THPS und THPS2 (Lagerhalle, Schule 2, Einkaufszentrum, Phoenix, Hangar, Marseille und Venice). Es sind alte und neue Profis dabei (Nyjah Huston, Chris Cole, Eric Koston, Andrew Reynolds, Rodney Mullen, Lyn-z Adams Hawkins Pastrana, Riley Hawk und Tony Hawk selbst), und der Soundtrack besteht aus THPS-Klassikern und neuen Tracks. Mehrere Online-Mehrspielermodi runden die Action ab!
Quelle

Ich weiß nicht mehr genau, welches TH ich früher auf dem PC gespielt habe. Auf jeden Fall habe ich die ganz großen Tricks nie auf die Reihe bekommen. Spaß hatte ich trotzdem daran, einfach so durch die Straßen zu skaten und mich auch mal bei meinen missglückten Stuntversuchen ordentlich auf die Fresse zu packen. Vielleicht habe ich an der Xbox jetzt bessere Chancen? Ich werfe einen kurzen Blick auf die Steuerung und hoffe, dass ich das irgendwie auf die Reihe bekomme. Die letzte Info vor dem Spiel lautet „Lande!“. Da stehe ich nun mit meinem Skateboard und fahre los, springe und lande was das Zeug hält. Das ist offenbar aber nicht meine Aufgabe. Ich habe keine Ahnung, was ich machen soll. Ich kann die Buchstaben SKATE einsammeln und auch Geld. Aber was sind die 8 Ziele, die mir angezeigt werden? Bevor ich es kapiere, ist die Zeit um.
Nächster Versuch. Aha, es gibt Dokumente, die ich einsammeln soll. Nachdem ich 2 Stück gefunden habe, wird es dunkel und das Level wird abgebrochen, obwohl die Zeit noch nicht um war. Keine Ahnung was passiert ist.
Neue Runde. Man kann auch Kisten kaputtfahren, aber das scheint ein optionales Ziel zu sein. Eventuell könnte der Abbruch daran liegen, dass ich wieder zum Startpunkt zurückgekehrt bin. Aber wie soll ich bei der Sicht denn wissen, wo ich bin? Hm, keine Ahnung. Ich geb’s auf. Leider lässt die Demo mich keinen anderen Modus ausprobieren. Vielleicht hilft es, wenn man vorher mal ein anderes Tony Hawk gespielt hat. Aber ich mag die Musik und auch die Idee, dass das Speichern durch eine sich drehende Skateboardrolle angezeigt wird.

Fazit
Für Deadlight und Wreckateer würde ich tatsächlich mal Geld ausgeben, der Rest ist nichts für mich und somit habe ich bei der Aktion für die 400 Sonderpunkte auch nichts verpasst. Ich denke aber, dass auch die anderen Spiele ihre Fans finden werden. Wirklich schlecht waren sie ja nicht, nur eben nichts für mich. Jetzt ist aber Schluss hier, Altaïr wartet auf mich.

24. August 2012
von irrewirre
2 Kommentare

Die neue Facebook App (5.0) auf dem iPad

Heute Morgen habe ich das Update installiert und wollte mir direkt die Änderungen ansehen. Nach dem Öffnen hielt die neue Version bereits die erste Enttäuschung bereit.

Screenshot Facebook App

Screenshot Facebook App

Früher erwarteten mich dort das Profilbild meines Mannes und mein eigenes. Nach einem Klick auf mein Bild konnte ich mich mit meinem Passwort einloggen. Jetzt merkt sich die App nur die zuletzt verwendete E-Mail-Adresse. Es ist natürlich kein unmenschlicher Aufwand, die eigene Adresse und das Passwort einzugeben, aber diesen ‚Komfort‘ bietet mir auch die Webseite im Browser meines Vertrauens.
Falls jemand herausfindet, ob und wie man vielleicht doch einen zweiten Benutzer einrichten kann, her mit der Information!

Trotz dieses Minuspunktes habe ich mich natürlich eingeloggt. Ich war jetzt neugierig geworden, was sich sonst noch verändert hat. Ich hatte bei Caschy und t3n gelesen, dass sich an dem schnarchigen Tempo etwas getan haben sollte. Tatsächlich habe ich den Eindruck, dass ich jetzt schneller durch die Timeline komme.
Ansonsten sieht das Design etwas frischer aus und  scheint besser an die Optik der Chronik angepasst zu sein.

Eine weitere Neuerung ist laut Appstore Folgendes:

„Durch das Antippen eines neuen Banners kannst du schnell weitere Meldungen abrufen – erneutes Laden ist unnötig“

Ich weiß nicht, wo der Schlauch liegt, auf dem ich gerade stehe, aber was meinen die Entwickler damit? Das Profilbanner? Was für weitere Meldungen soll ich damit abrufen können? Außerdem sehe ich das doch nur, wenn ich eh schon auf der Profiseite bin. Bisher konnte ich noch nicht herausfinden, was damit gemeint sein könnte. Werbebanner sind mir nämlich in der App noch nicht untergekommen. Aber vielleicht wird das ja gerade vorbereitet.

Der nächste Punkt:

„Fotos werden durch das Herunterziehen des Bildschirms schnell geöffnet und geschlossen“

Wie das mit dem Herunterziehen zum Öffnen funktionieren soll, weiß ich nicht. Wenn ein Foto geöffnet ist, kann man es aber nun tatsächlich durch Herunterziehen schließen. Das ist ganz nett und erspart Klicks.

Außerdem:

„Umgehender Zugriff auf deine Benachrichtigungen“

Also das fand ich bisher auch nicht kompliziert. Hätte aber jemand zu mir gesagt: „Wir arbeiten gerade an einem Update für die Facebook App. Was für eine Funktion fehlt dir?“, meine Antwort wäre ganz klar: „Baut mal einen Teilen-Button ein!“
Mich hat niemand gefragt und so kann man weiterhin keine Beiträge mit einem Klick teilen.

Vielleicht sollte ich auch erwähnen, dass ich meine Timeline sowieso lieber mit Flipboard lese.
Was? Da kann man ja gar keine Nachrichten schreiben und Benachrichtigungen über neue Aktivitäten bekommt man auch nicht.
Was soll ich sagen? Es ist mir egal. Wer mich mehr oder weniger schnell erreichen möchte sollte wissen, dass Facebook nicht der beste Weg ist. Momentan bin ich bei Facebook fast nur Leser und zum Lesen ist Flipboard einfach chic und praktisch. Ich habe nicht den Anspruch auf Kommentare direkt zu antworten. Das erledige ich auch lieber am PC, voll retro mit echter Tastatur. Ach ja, mit Flipboard kann ich Facebook Beiträge auch ganz wunderbar teilen (und überhaupt: Ein iPad ohne Flipboard? Pf.).

Daher mein Fazit:

Die neue Facebook App ist ein Stück schicker und schneller als der Vorgänger. Dafür dauert der Login für mich jetzt länger. (In meinen kühnsten Träumen erlaubt Apple die Einrichtung von Benutzerkonten und das Problem hat sich erledigt.) Ich warte immer noch darauf, dass ich Beiträge problemlos teilen kann. Die App bleibt also drauf, ich werde sie weiterhin selten nutzen. Das liegt aber zum Teil auch daran, dass ich Facebook immer weniger nutze, bzw. kaum selber schreibe. Das liegt also eher direkt an Facebook und nicht an der App. Sicherlich were ich die App in den nächsten aus reiner Neugier noch einige Male benutzen und mein vorschnelles Urteil gerne überdenken.
Und bevor ich mir das nächste Mal ein Update für eine App installiere, werde ich mir genau durchlesen, was ‚verbessert‘ wurde und wie die ersten Reaktionen sind.

12. August 2012
von irrewirre
Keine Kommentare

Birnenkuchen

Meine Tante hat früher als Erzieherin gearbeitet und in den fast 50 Jahren einiges an Koch- und Backbüchern angesammelt. Einige davon stehen jetzt in meiner Küche und immer wieder probiere ich ein Rezept davon aus. Naturgemäß ist die Zubereitung auch immer sehr einfach.

Gestern war es dann mal wieder so weit und ich habe mich für einen Birnenkuchen aus dem „Zwergenstübchen Backbuch“ von Elke Schuster entschieden, das im Vehling Verlag erschienen ist. Das Rezept hatte meine kleinen Endausscheidung gegen einen Schokoladenkuchen gewonnen. Nach dem Einkaufen habe ich mich mit meinen Zutaten den Küchentisch belegt und den Teig fertiggemacht. Laut Rezept sollte es ein Mürbeteig sein. Ich war verwundert, warum dieser hier nicht vor der Weiterverarbeitung in den Kühlschrank musste. Meiner Meinung nach war auch zu viel Fett im Teig, aber beim ersten Versuch halte ich mich eigentlich immer sklavisch an die Vorlage. Der Teig kam also direkt in die Form und wie ich erst später auf dem Bild merkte, hätte ich ihn an den Seiten hochziehen sollen.

Für die ‚Füllung‘, die im Backbuch als „Guß“ (tse, die Schweizer…) bezeichnet wird, musste ich dann Vanillepudding kochen und mit den restlichen Zutaten vermischen. Eigentlich ist das ja eine klare Angabe, aber wegen der Reihenfolge der Zutaten war ich doch etwas verwirrt. Das Puddingpulver steht nämlich mittendrin und ob der halbe Liter Milch und die 100 g Zucker für den Pudding sind, bleibt unklar. Ich habe den Pudding nach Packungsanleitung gekocht und den Zucker zusätzlich mit in die Masse getan. Verwundert war ich dann noch, was 1 Tasse Öl bewirken sollte. Ich habe sie einfach weggelassen, allerdings den Rand der Form eingefettet.

Während der Kuchen im Ofen stand, habe ich eine Rund LEGO Harry Potter (Jahre 1-4) gespielt (mehr dazu später) und kurz vor Ende der Backzeit Zucker und Eiweiß für die Baiserhaube verschlagen. Damit kam der Kuchen dann noch mal für ein paar Minuten in den Ofen. Vielleicht ein bisschen zu lang, denn die Baiserhaube ist recht hart geworden. Das wäre weniger ein Problem, wenn der Rest nicht so vor sich hinsiffen würde. Eine schöne Schweinerei also. Aber der Kuchen schmeckt mir, er fällt halt nur auseinander. Also Abzüge in der B-Note, nicht geeignet um vor anderen anzugeben.

20120812-162307.jpg

Das Rezept ist nicht vollends durchgefallen, aber falls ich einen nächsten Versuch starte, werde ich für den Teig mit weniger Fett machen, ihn besser kneten, kaltstellen und wohl auch blindbacken, bevor die Masse daraufkommt. Wohlmöglich nehme ich auch die 2 cm größere Form, dann wird die Baiserhaube, die ich dann beim Backen beobachten werde, auch dünner.

Vielleicht hat es ja auch einen Grund, dass das Buch offensichtlich nicht mehr neu aufgelegt wurde. Eigentlich wollte ich ja auch einen Kuchen mit frischen Birnen machen…oder Schokoladenkuchen.

PS: Für diesen Artikel habe ich endlich mal die WordPress App auf dem iPad benutzt, die nach dem Update immer noch fummelig, aber brauchbar ist.

***UPDATE 19.05 Uhr***
Nachdem ich den Artikel veröffentlicht habe, wollte ich noch ein Stück davon essen. Es hatte sich ordentlich Flüssigkeit gesammelt, die ich abgegossen habe. Den Kuchen habe ich dann auf verschiedene Dosen verteilt und noch ein Stück gegessen. Und ich muss sagen: Er schmeckt viel besser als gestern!