irrewirre

20. April 2013
von irrewirre
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Blog den Welttag des Buches – Blogger schenken Lesefreude!

„Worte gibt’s morgen.“ Das schrieb ich am 15. März hier und seitdem hat sich hier nichts getan. Ich hatte mir fest vorgenommen, einiges über Christos Big Air Package zu schreiben und außerdem warteten noch ein paar angefangene Artikel warten auf ihre Fertigstellung. Und sie warten noch immer. Seitdem war ich 2 mal im Krankenhaus und habe noch viel mehr Stoff zu verarbeiten und demnächst tut sich hier dann auch wirklich wieder mehr.

Meine ungewollte Blogpause muss ich heute aber mal unterbrechen, denn heute ist Anmeldeschluss bei der Aktion Blogger schenken Lesefreude! Ich habe mich gerade angemeldet und verlose 2 Bücher von Arnon Grünberg: „Mitgenommen“ und „Mit Haut und Haaren“. Wieso, weshalb, warum erfahrt ihr in 3 Tagen, am Welttag des Buches. Wer keine Ahnung hat, was das für Bücher sind, kann hier in den nächsten Tagen nachlesen, wie ich sie fand.

Wer selber auch 1 Buch verlosen möchte, kann sich hier anmelden. Mehr Informationen gibt es auf der Fanpage der Aktion auf Facebook und bei twitter.

10. März 2013
von irrewirre
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Spaß mit magnetischen Pixeln

Heute war einer dieser Sonntage: Das Wetter war schlecht und von meinen vielen Vorsätzen habe ich keinen in die Tat umgesetzt/umsetzen können. Stattdessen habe ich sehr lange Assassin’s Creed 2 gespielt und meine Zeit im Internet verplempert. Spätestens nachdem ich versucht hatte iTunes zu bedienen, war ich völlig entnervt. Ich musste dringend irgendetwas machen, dass mich völlig ablenkt. Dann erinnerte ich mich an die Idee, mit unserem Pixel Game einen QR-Code nachzubauen.

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Das „Spiel“ besteht aus 500 kleinen magnetischen Plättchen, die in mehreren ‚Platten‘ zusammenhängen, wenn man sie aus der Packung nimmt. Durch Knicken kann man sie trennen. Leider habe ich keine Magenttafel, die groß genug gewesen wäre, also musste ich es auf meinem Schreibtisch probieren, was die Schwierigkeit natürlich erhöhte. Zunächst aber musste ich meinen Code erstellen. Mittlerweile gibt es ja jede Menge Webdienste, mit denen man einen erstellen kann. Den Code habe ich mir dann in InDesign platziert und mit Hilfslinien ein Raster erstellt. Dann fing das Bauen an. Wie erwartet war es teilweise recht knifflig, weil ich eben keinen magnetischen Untergrund hatte und die Pixel sich teilweise abstoßen. Außerdem hatte ich kein Raster als Untergrund und mein ‚Bild‘ konnte nicht 100%-ig gerade werden. Eigentlich war ich ja schon zufrieden, also ich mein ‚Werk‘ betrachten konnte und mittlerweile wieder gute Laune hatte. Aber wo der QR-Code jetzt schon vor mir lag, musste ich ihn auch testen. Und er funktioniert! Ha!

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Blöd nur, dass ich jetzt meinen Schreibtisch nicht mehr benutzen möchte! 😉
Darüber hinaus brauche ich jetzt wohl doch eine große Magnetwand….und dann mache ich sowas beruflich!
PS: Das war jetzt mein erster Beitrag mit der neuen Bedienoberfläche von WordPress. Daran muss ich mich noch gewöhnen!

21. Dezember 2012
von irrewirre
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Alt, aber gut: Henry Slesars Krimigeschichten in „Das tödliche Telefon“

Wahrscheinlich geht es euch jetzt wie mir, als ich dieses Buch im Diogenes Katalog fand. Ihr fragt euch, wer Henry Slesar ist. Er wurde 1927 in New York geboren und arbeitete als Werbetexter, begann dann parallel mit dem Schreiben von Kurzgeschichten, Romanen, Drehbüchern und Hörspielen. Seine Kriminalgeschichten wurden in Alfred Hitchcocks Kriminalmagazinen veröffentlicht. Für Hitchcock hat er auch Drehbücher verfasst, die in der Reihe „Alfred Hitchcock Presents“ verfilmt wurden. Slesar starb 2002 und nun hat der Diogenes Verlag nach eigener Aussage seine besten Krimigeschichten unter dem Titel „Das tödliche Telefon“ herausgebracht.

Angekündigt werden die Geschichten als „Crime Stories with a Twist: Wie man auf elegante Weise aus Leuten Leichen macht“ und wenn man einen Lexikoneintrag mit diesem Titel schreiben müsste, könnte man so etwas wie „perfektioniert von Henry Slesar“ notieren . Denn in Slesars Geschichten wird nicht nur der Leser, sondern auch der Mörder oder eher: der Mensch mit einem Mordplan, überrascht. In dem Buch finden sich lauter fiese kleine Geschichten über die man auch lachen kann. Nach den ersten kann man sich sicher sein: Egal was man denkt, wie die nächste Geschichte ausgeht, der Autor führt uns an der Nase herum und lässt alles ganz anders ausgehen. Oft greift da das Prinzip: Wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein. Und Henry Slesar schaufelt seinen Figuren so schöne Gruben, dass es eine wahre Freude ist. Von den 20 Geschichten endet eine ohne Leiche, das war für mich auch die schwächste Geschichte. Einige sind nicht der große Knaller, aber der überwiegende Teil ist einfach großartig. Selten hatte ich eine Ahnung, worauf die Handlung hinauslaufen wird.

Man merkt einem Teil der Geschichten zwar an, dass sie schon einige Jahre alt sind. So werden sich einige kaum noch vorstellen können, dass man sich mit mehreren Wohnungen einen Telefonanschluss geteilt hat. Ach ja, der Krieg hat seine Spuren hinterlassen und Frauen gehen nur ausnahmsweise arbeiten. Wer sich daran nicht stört, wird bestens unterhalten. Für mich hat dieser nostalgische Eindruck einen besonderen Reiz. Ich habe ja auch die guten alten Edgar Wallace Krimis im Regal und das in schönen ollen Ausgaben, die wohl alle vor meiner Geburt erschienen sind. Und für die Jüngeren: Ihr kennt das Spiel Black Stories, oder? Wenn ihr das Spiel mögt, müsstet ihr dieses Geschichten lieben. Und seid froh, dass Henry Slesar daran nicht beteiligt war, schließlich wollt ihr eine Gewinnchance haben. Als Training dafür und natürlich weil es beste Unterhaltung ist, kann ich dieses Buch nur empfehlen!

Henry Slesar: „Das tödliche Telefon“. Diogenes Verlag, 288 Seiten, 9,90€.

16. Dezember 2012
von irrewirre
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Meine deutschsprachige Entdeckung: Gerd Schilddorfer („Falsch“)

Erneut bin ich durch Lovelybooks auf einen mir bisher unbekannten Autoren aufmerksam geworden und es war wieder ein Volltreffer. Hoffmann und Campe hatte zur Leserunde von „Falsch“ eingeladen, die vom Autor Gerd Schilddorfer vorbildhaft betreut wurde. Ich hatte in der Bewerbungsphase mal wieder Lust auf ein spannendes Buch und, soweit ich mich erinnere, noch nie einen deutschsprachigen Thriller gelesen. Nach der Lektüre muss ich sagen: „Falsch“ wird nicht der letzte gewesen sein!

Ich hatte das Glück, nachzurücken und habe das Buch als pdf bekommen und es dann auf dem iPad gelesen. Letztes war die einzig falsche Entscheidung, aber das Buch ist einfach großartig.

Der Roman beginnt ganz ungewöhnlich mit gleich 2 Prologen. Der erste spielt 1917 in Russland, der 2. im Jahr 2010 in Kolumbien. Im Laufe der Geschichte erfahren wir, was die beiden Szenen miteinander zu tun haben, was dazwischen passiert ist und vor allen, was die im 2. Prolog losgeschickten Brieftauben auslösen.

Ich habe einige Pausen beim Lesen einlegen müssen und trotz der relativ vielen Personen (im Epilog alleine wird über das weitere Schicksal von 10 Personen berichtet) und Schauplätze (meistens mehrere Orte in folgenden Ländern: Deutschland, Kolumbien, Brasilien, Schweden, Österreich, Schweiz, England, Italien) habe ich den Überblick behalten. Ich war ab dem ersten Satz immer wieder voll im Bild. Das kommt wirklich nicht oft vor. Außerdem hat der Thriller mein Hirn wirklich ans Rattern gebracht. Ich habe nach jeder neuen Information gerätselt, wie alles zusammenkommt und was ich noch zu erwarten haben. Einige Kapitel vor dem Schluss hatte ich eine Vermutung, worauf sich der Titel bezieht. Obwohl sich dieses bestätigte, waren die letzten Seiten alles andere als langweilig. Gerd Schilddorfer ist es gelungen, von Anfang an spannend zu schreiben und das Tempo zum Ende hin immer weiter zu steigern. Ich weiß gar nicht mehr, ob ich damals im Zug „Nein!“, „Ach?“, „Ha!“ und ähnliches laut ausgesprochen habe, aber ich war auf jeden Fall total involviert. Danke für dieses Lesevergnügen!

Gerd Schilddorfer: Falsch. Hoffmann und Campe, 672 Seiten, 19,99€.