Screenshot The Silent Age

The Silent Age: Sei nett zum Hausmeister, er könnte eines Tages die Welt retten

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Vor einem Monat ist die zweite und finale Episode von „The Silent Age“ erschienen. Auf Episode 1 war ich ganz zufällig gestoßen, als ich für die Aktion „26 Games“ ein Spiel mit S suchte. Es war ein Glückstreffer und ich konnte die nächste Folge kaum erwarten. Ich wollte wissen, wie es mit Joe (ja, und auch ein bisschen mit der Welt…) weitergeht. Ich habe mich dann erst noch mal durch Episode 1 geklickt, um mir die Geschichte in Erinnerung zu bringen. Es gibt am Spielbeginn aber sowieso eine kurze Zusammenfassung von Episode 1 in Bildern und dann beginnt die Handlung bzw. geht weiter am Briefkasten von Dr. Lambert.

Screenshot The Silent Age

Joe, der Typ im orangefarbenen Overall mit Schlaghose, bekommt den Auftrag, die Welt zu retten. Er erfährt, was es mit seinem Arbeitgeber auf sich hat und was passiert, wenn Firmen um jeden Preis einen Forschungsetat bekommen wollen und dafür falschen Versprechungen machen, oder weniger schön gesagt: lügen. Wir erfahren also alle Hintergründe und die sind ganz anders, als ich gedacht hatte.

Am Spielprinzip hat sich nichts geändert; Gegenstände müssen entdeckt und kombiniert werden, und natürlich muss Joe weiter durch die Zeit reisen. Dafür haben die Macher wieder wunderschöne Hintergrundbilder geschaffen, die mich hin und wieder vergessen ließen, dass es hier um das Ende der Welt geht. Die Geschichte ist ja eher deprimierend und alles wirkt bedrohlich (verstärkt durch den tollen Soundtrack), sieht dabei aber wunderschön aus. Zusätzlich ist das Ganze mit diversen Anspielungen gespickt, die nicht nur Hardcore-Fans von „Zurück in die Zukunft“ verstehen dürften. Und Joes Sprüche schienen mir noch trockener geworden zu sein als im ersten Teil.

Screenshot The Silent Age

Also alles super? Zwei kleine Kritikpunkte habe ich, wobei sich einer durch das ganze Spiel zieht. Die weiter-Fläche, um sich durch Gespräche zu tippen, verspringt nach jeder Benutzung. Mich stört sowas, aber das Spiel funktioniert trotzdem. Wer die gefundenen Notizbücher lesen will, muss sehr oft tippen, das fand ich nervig. Aber andererseits kann man so selber entscheiden, ob man weiterlesen möchte oder nicht.

Ansonsten hatte ich wieder viel Spaß an den Rätseln und der Geschichte. Ich wünsche mir ein spin off mit Cedric, dem Barmann. Ihr werdet ihn mögen, so wie Joe seinen Cocktail: „Sweet mercy…It’s like riding sidecar with a unicorn down a mountain of cashmere sweaters.“

House on fire hat mit “The Silent Age” ein rundum gelungenes point-and-click-Abenteuer abgeliefert, das mich erneut richtig in die Geschichte hineingezogen hat und tatsächlich kurzfristig sprachlos zurückgelassen. Bitte mehr davon!

Episode 1 gibt es weiterhin kostenlos, Episode 2 kostet 4,49€ und ist für iOS, Android und den Kindle fire verfügbar. Alle weiteren Informationen gibt es auf der Webseite zum Spiel, den offiziellen Trailer seht ihr hier.

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